E+C,2016 © Carlo Cadosch

Tasmanien

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Australienreise 2012
Australienreise 2016

Überraschung in Tasmanien
 Heute 8. Februar 2016 verabschieden wir uns von Matilda one. Vom Flughafen Melbourne geht es nach Tasmanien. Im Hotel erwartet Elena eine riesen Überraschung. Raffa und Gianni haben aus der Schweiz ein Geburtstagsgeschenk nach Tasmanien geschickt. Die Freude ist unbeschreiblich. Danke liebe Kinder. Am Abend feiern wir noch einmal Geburtstag mit einem super Essen in einem Hotel. Am nächsten Tag nehmen wir Matilda two in Empfang und es geht Richtung Mount Field NP. Dort quartieren wir uns in einem Buschcaravan Park ein wo wir bereits zu Anfang ein kleines Rotnackenwallaby antreffen. Am Morgen schnallen wir die Turnschuhe an und machen uns auf eine zweieinhalb stündige Wanderung zu den  Russel  Falls, Horseshoe Falls, Tall Trees Walk und Lady Barron Falls. Den Abschluss dieser Wanderung krönen 239 Treppen Stufen aufwärts. Auf dieser Wanderung sind uns viele Wallabys begegnet.
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Queenstown bis Rosebery
Weiter geht es zum Lake St. Claire und weiter auf dem kurvenreichen Lyell HYW hinunter nach Queenstown. Queenstown ist ein Bergbaudorf welches aussieht wie eine Steinwüste. Hier wurde umweltzerstörender Bergbau betrieben. Inzwischen werden der Bergbau und die Schwefelimissionen überwacht. An diesem akapolyptischen Ort finden wir unser Nachtlager. Der folgende Tag beginnt ein weinig chaotisch. Ein Australisches Ehepaar lässt uns kaum mehr vom Platz da sie alles von uns wissen wollen.  Im Städtchen Queenstown will Elena noch ein paar Fotos machen, unter anderem vom gelben Schwefelfluss, doch auch sie kommt nicht weit, denn sie wird von Kay und Malcom, einem Ehepaar  aus Adelaide, in ein Gespräch verwickelt. Als ich dazu stosse können wir endlich weiter Richtung Strahan. In diesem kleinen Fischerdorf sind wir gerade zur rechten Zeit am Hafen, als die Fischer ihren Fang von sechs Tagen 800 Kilo Lobster ausladen. In einer Bakery holen wir unser Picknick bevor wir uns auf den Weg an die Hogarth Falls machen und treffen noch einmal kurz auf Kay und Mel. Nach dem 40 minütigen Spaziergang durch ein paradiesisches Buschgebiet steigen wir ins Auto und in dem Moment als wir losfahren wollen, kommt ein SMS von Helene und Urs "ganz spezielle Geschichte" und endlich treffen wir sie! In Rosebery wo wir übernachten beobachten wir, wie einheimische Kinder zwischen steilen Felswänden wie Ziegen  umher hüpfen und dies alles  in Flipflops!! Die Nacht hier wird relativ kühl.
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Cradle Mountain NP
Im Cradle NP haben wir Glück mit dem Wetter und machen uns zum dreistündigen, recht anstrengenden aber lohnenswerten Overland Track. Der teilweise happige Aufstieg bedeutet, dass wir über felsige Geröllhalden den Abstieg bewältigen müssen. Nach dieser anstrengenden Tour sehen wir auf dem Rückweg, zur Belohnung, eine Tigersnake über die Strasse kriechen. In Launceston erhalten wir auf dem Camp ground den letzten freien Platz, da in der Stadt ein Festival stattfindet. Launceston ist die zweitgrösste Stadt in Tasmanien und liegt in einem Becken am Eingang des Tamar Valley. Der North and South Esk werden dort zum Tamar River. Mit dem Sessellift fahren wir zum Cataract Gorge. Von dort aus führt uns der Weg durch die Felsenschlucht und da können wir einem Klippensringer bei seinen Künsten zuschauen. Über die Kings Bridge führt uns der Zig Zag Track auf einem steilen Weg zurück an den Ausgangspunkt. Das morgendliche Lauftraining ist somit erledigt.
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Bay of Fires
St. Helens liegt an der malerischen Georges Bay. Gegründet wurde der Ort 1830 als Walfanghafen. Bald danach begann, ihrer Daunen wegen, die Jagd auf die schwarzen Schwäne, die sich in der Bucht tummelten. Heute ist hier die grösste Fischfangflotte Tasmaniens zuhause. Wir besuchten die Bay of Fires, die zwischen tiefblauen Buchten und dahinter struppigem Buschland liegt. Anders als man vermuten könnte, benannten die frühen Entdecker die Bucht nicht nach den überall auf Felsspitzen  und Landzungen lebenden orangeroten Flechten, sondern nach den Feuern der Aborigines, die sie am Strand gesichtet hatten.
Wir kletterten über die in der Sonne glänzenden roten Felsen bis zu der tiefblauen Bucht hinunter. Wieder so ein eindrückliches Erlebnis, welches nicht zu beschreiben ist.
In Bicheno bringt die geschäftige Fischfangflotte im Hafen am Gulch täglich Eimer voller Hummer und Schalentiere mit. Dort spazierten wir über die Felsen am Meer entlang um das Schauspiel des dortigen Blowhole (Spuckloch Mausi) zu bewundern.

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Wineglass Bay
Bei uns ist bereits Montag 15. Februar 2016 und in Basel beginnt die Fasnacht.
 Die heutige Wanderung führt uns im Freycinet NP zum Wineglass Bay Lookout. Dieser einstündige Aufstieg ist gut zu bewältigen. Man wird mit einer faszinierenden Aussicht belohnt. Auf dem Rückweg beschliessen wir spontan, den Wineglass Bay Track hinunter zum Beach zu machen. Das heisst; 600 Felsen- und Geröllstufen hinunter sowie später auch wieder hinauf zu bewältigen. Dieser Ab- und Aufstieg war ein "vorzügliches" Oberschenkeltraining. Nach insgesamt dreistündiger Wanderung, werden wir beim Parkplatz bei unserem Camper zur Belohnung von einem Wallaby begrüsst.
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Fasnacht 15.2.2016



Krönender Abschluss in Tasmanien
Bei stürmischem Wetter fahren wir in Swansea los und schauen uns die 1840 durch Sträflinge erbaute Spiky Bridge an. Ob die sonderbaren Stacheln aus Stein einst eine Funktion hatten, oder reine Zierde waren, weiss heute niemand mehr. Wir verlassen die Ostküste und kommen nach Southern Midlands. Hier haben wir um 12 Uhr mittags noch 8 Grad.
In Porth Arthur begeben wir uns auf die letzten Walks in Tasmanien. Porth Arthur liegt in Tasman Peninsula und wurde 1830 von Sir Georg Arthur zur Strafkolonie ausgewählt. Da sie mit dem Tasmanischen Festland nur über Eagle Haw Neck, eine nicht einmal 100 Meter breite Landenge verbunden gewesen ist, war eine Flucht unmöglich. Von 1830 bis 1877 durchlitten 12500 Sträflinge in Porth Arthur eine harte, von Brutalität geprägte Haftzeit. Australiens erste Eisenbahn "lief" wortwörtlich, denn Sträflinge zogen und schoben die Wagen auf der 7km langen Strecke zwischen Norfolk Bay und der Long Bay.
Im Tasman NP besichteten wir das gewaltige Naturschauspiel in den Remarkable Caves. Danach geht es weiter zur Devils Kitchen, Tasman Arch und Tasman Blowhole. Einfach unbeschreiblich.  Edith, auf deinen guten Rat entsorgen wir nun unsere getragenen, stinkenden Socken.
Schlussendlich geniessen wir im Salamanka Quartier in Hobart einen Kaffee mit Scones bevor wir Matilda two bei Maui zurücklassen und uns zum Airport begeben. Fazit: Tasmanien ist sehr vielseitig und bietet tolle Wanderungen sowie weisse Strände mit türkisblauem Wasser. Das Klima ist rauer, kühler aber bietet unbeschreibliche Sehenswürdigkeiten. 
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